Den Pool pflegen – pH-Wert Messen

Diese Sommerhitze – was verschafft da die beste Abkühlung? Ein Sprung ins kalte Nass! Im besten Fall hat man natürlich einen eigenen Pool. Wobei sich so eine versenkte GFK-Wanne ja nicht unbedingt jeder leisten kann. Nicht nur die Anschaffung, sondern auch die laufenden Kosten nagen am Portemonnaie.

Wie gut, dass es heutzutage viel günstigere Lösungen gibt, wie z.B. verschiedenartige Aufstell-Pools. Aus eigener Erfahrung kann ich hier einen Metallrahmen-Pool* empfehlen. Dieser steht robust da, hat eine starke PVC-Plane und erlaubt ordentliche Tiefen, in die auch mal ein Erwachsener problemlos abtauchen kann.

Pflege muss sein

So ein Pool fasst eine Menge Wasser (in meinem Fall 17.000 Liter). Dass man da nicht jede Woche frisches Wasser einfüllen kann, versteht sich von selbst. Wer sich also einen Pool anschafft, sollte die Filterpumpe gleich dazu kaufen. Oft gibt es Startersets inklusive Kartuschenfilter*, deren Verwendung ich aber bei großen Pools nur bedingt empfehlen kann, da man die Kartuschen oft reinigen bzw. erneuern muss. Auch die Durchflussmenge ist hier geringer als bei den Sandfiltern*. Letztere gibt es in verschiedenen Größen. Je nach Pool sucht man sich die passende Pumpe aus, wenn möglich so, dass die eigene Menge an Wasser nicht die Obergrenze des auf der Pumpe angegebenen Bereichs darstellt (srpich: mit Reserve).

Etwas Chemie benötigt man auch, im Normalfall Algenschutz und Chlor, die man problemlos in jedem Baumarkt oder im Internet erwerben kann.

Alternativ kann man auch auf ein Salzwassersystem* setzen, wie ich es in diesem Jahr in Betrieb genommen habe. Hierbei kommt eine Sandfilteranlage mit sogennantem Chlorinator zum Einsatz, der aus dem im Wasser enthaltenen Salz (3 kg Siedesalz pro 1000 Liter Wasser) per Elektrolyse aktives Chlor erzeugt. Das ganze gibt es als Kombigerät oder auch zum Nachrüsten, wenn man schon eine Sandfilteranlage besitzt. Natürlich darf auch beim Salzwassersystem die Pflege nicht vernachlässigt werden.

Unabhängig ob chemisches Chlor oder Salzwasser – der Sandfilter sollte mindestens einmal wöchentlich rückgespült werden. Zudem sollte man ca. 2x wöchentlich den Boden des Pools saugen. Hier empfiehlt sich ein Poolsauger, der für die Reinigung an die Filteranlage angeschlossen wird. Ebenso wie eine Bürste zum Entfernen von Algenbelag, dessen Bildung man nie gänzlich verhindern kann. Ich hatte gleich von Anfang an ein Reinigungsset* zugekauft, das mir gute Dienste leistet.

Die Algenbildung wird von verschiedenen Faktoren begünstigt, wie z.B. hohe Wassertemperatur, Büsche und Bäume in der Nähe des Pools, Wetterlage (Gewitter) und natürlich von regem Badebetrieb.

Auf den pH-Wert kommt es an

Eine der wichtigsten Größen, die regelmäßig kontrolliert werden muss, ist der pH-Wert des Wassers. Egal ob Chlor oder Salzwasser, der pH-Wert sollte immer zwischen 7,0 und 7,4 liegen. Je nach Anfangswert muss der pH-Wert des Wasser nach oben oder unten reguliert werden, wofür es die passenden Chemikalien gibt. Wärmer werdendes Wasser tendiert zu einem höheren pH-Wert, weshalb ich immer pH-Minus vorrätig habe.

Zur Feststellung des pH-Werts gibt es verschiedene Messmethoden. Im Heim-Pool-Bereich üblich sind Teststäbchen oder Testtabletten, die ich hin und wieder auch benutze. Was mich stört, ist die Handhabung. Wasser entnehmen, Testtabletten mit nassen Fingern rausfummeln ohne die Tablette dabei zu berühren und dann noch zielgenau ins Teströhrchen buchsieren…

Wesentlich einfacher ist hier ein neues Gadget, das ich mir vor kurzem angeschafft habe: Ein pH-Messgerät*. Dieses ermittelt den pH-Wert elegant auf Knopfdruck. Ob die Genauigkeit auch auf lange Sicht passt, wird sich zeigen. Die ersten Messungen stimmen aber recht gut mit den Vergleichsmessungen per Tablette überein.


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