Mein Einstieg in die Drohnenfotografie

Seit einigen Jahren schon besitze ich zwei kleine Spielzeug-Drohnen mit Kamera. Das Fliegen macht zwar Spaß, die Kameraaufnahmen sind allerdings nicht sehr befriedigend. Der erste Quadrocopter verfügte nicht einmal über eine Höhenregelung, was aber hervorragend war, um ein gutes Gefühl für die Steuerung von Drohnen zu bekommen. Diese werden nämlich meistens nach dem gleichen Prinzip gesteuert.

Letztes Jahr zu Weihnachten habe ich mir dann einen lang ersehnten Wunsch erfüllt: Eine GPS-gesteuerte Videodrohne mit 4k Auflösung und stabilisierter Kameraaufhängung (Gimbal).  Ich hatte mich an ein doch deutlich teureres und auch größeres Modell gewagt, als ich bisher hatte: Die Fimi X8 SE*

Diese ist ab ca. 450 Euro erhältlich und bietet – wie ich finde – ein sehr gutes Preis/Leistungs-Verhältnis. Für mich war dies ein guter Kompromiss zwischen Funktion und Preis gegenüber den Modellen des Marktführers DJI*, die bei vergleichbarer Größe etwa das doppelte kosten.

Wer es nicht so eilig hat, kann die Fimi direkt in China bestellen bei Banggood. Ich habe mit diesem Shop sehr gute Erfahrungen gemacht. Meine Fimi war ca. 3 Wochen nach der Bestellung da – mit dem Zoll gab es keine Probleme.

Bei Banggood* ansehen

Hier einige Herstellerangaben der Fimi X8 SE* (noch nicht Modell 2020, dort weichen die Angaben etwas ab):

Allerdings hat sie auch ein recht hohes Gewicht von ca. 800 Gramm. Das heißt, es wird eine Haftpflichtversicherung sowie eine Namens-Plakette* zum ordnungsgemäßen Betrieb der Drohne benötigt.

Hier habe ich einfach eine günstige Online-Versicherung abgeschlossen, die jeweils für ein Jahr gilt. 

Aufbewahrung der Drohne*

Damit die Drohne sicher verstaut ist, kann ich einen passenden Koffer nur empfehlen. Hier passen alle Teile genau rein und sind bestens vor Stößen und anderen äußeren Einflüssen geschützt.

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Zuletzt aktualisiert am 7. März 2021 um 6:02 . Wir weisen darauf hin, dass sich hier angezeigte Preise inzwischen geändert haben können. Alle Angaben ohne Gewähr.

Erfahrungsbericht

Die Fimi X8 SE fliegt sich gut. Dank ihres Gewichts und der kräftigen Motoren steht sie recht stabil in der Luft. Nach dem automatischen Start schwebt sie auf 4 Metern Höhe, von wo aus man sie dann weiter steuern kann. Mit Vollgas ist man in nicht mal 30 Sekunden auf den (in Deutschland) erlaubten 100 Metern Höhe und kann sich dank der Live-Übertragung aufs Handy einen Überblick über die Landschaft verschaffen.

Der Gimbal sorgt für eine absolut geschmeidige Aufnahme, die Aufnahmequalität ist in Ordnung. Hier ist der oben genannte Wettbewerber sicher besser, aber irgendwo muss sich der große Preisunterschied ja bemerkbar machen.

Ein anderer Punkt, an dem gespart wurde, ist die Kollisionserkennung. Die Fimi hat nämlich keine. Das muss man besonders bei automatischen Flügen berücksichtigen, um einen Crash zu verhindern.

Die Fernbedienung liegt gut in der Hand und macht auch einen sehr hochwertigen Eindruck. Die Tatsache, dass das Handy mittig eingespannt wird, gefällt mir sogar besser als die oben oder unten positionierten Smartphones bei DJI.

Die Steuerungsapp ist intuitiv zu bedienen und bietet zahlreiche Einstellmöglichkeiten. Man kann die für das jeweilige Land gültigen Grenzwerte (Höhe, Entfernung), maximale Geschwindigkeit, Gimbal-Trägheit und vieles mehr einstellen. Die Kamera bietet ein paar Farbeinstellungen sowie eine fixe Belichtungseinstellung – was von Vorteil sein kann, wenn man Helligkeitswechsel in der Aufnahme hat. Es gibt auch einige intelligente Flugmodi, wie z.B. das Verfolgen oder Umkreisen von Objekten, die ich noch nicht in ihrem vollen Umfang getestet habe. Aber auch hier muss man mit Abstrichen gegenüber dem Marktführer DJI rechnen. Die Smart-Track Funktionen sind noch immer als “Beta” gekennzeichnet. Eventuell wird hier mal mit einem Update nachgebessert?

Mein Fazit

Die Fimi X8 SE (mittlerweile gibt es eine verbesserte Version 2020*) ist meiner Ansicht nach eine sehr gute Einsteiger-Drohne in das gehobene Segment. Sie bietet gute Features zu einem erschwinglichen Preis. Und die Aufnahmen absolut brauchbar, gerade im Hobby-Segment. Ich kann sie nur weiter empfehlen.

Ein paar Aufnahmen